Er konnte die interessierten EFA-Mitglieder an einem Samstagmorgen um 10 Uhr auf dem Firmengelände begrüßen. Sodann begann die Führung in den verschiedenen Werkshallen, in denen das Fotografieren aus bekannten Gründen nicht gestattet war. So weit das Auge reicht, Zuggarnituren und einzelne Waggons, teils auf 10 Parallelgleisen nebeneinander. Die Bestellungen der Züge gehen in die ganze Welt und so waren die Ansprüche für die einzelnen Baukomponenten auch verschiedener Natur. Für die Bevölkerung ist da nur die verschiedene Farbgebung außen an den Triebzügen zu erkennen. Gelegentlich kann man eine Auslieferung auch am Bahnhof Allensbach mitbekommen, wenn plötzlich z.B. eine neue Dreiergarnitur von einer Lok einer Privatzuggesellschaft vorbeifährt. Das neuste Projekt welches in Augenschein genommen werden konnte, war ein Prototyp eines mit Wasserstoff angetriebenen Triebzuges.
Um 12:30 Uhr nach einer imposanten Fahrzeugschau und vielen beantworteten Fragen, dankten die EFAianer nochmals Thorsten für die ausgiebige Besichtigung und starteten dann zum nächsten Ausflugsziel, Lichtensteig (ca. 70km von Allensbach).
Hier befindet sich in einer alten Webmaschinenfabrikhalle, welche inzwischen einem Eisenbahnverein gehört die Toggenburger Erlebniswelt. Außen eher wie ein Brachgelände zu orten, wechselt innen das Erscheinungsbild unmittelbar. Hier steht auf ca. 40m x 15m die größte Spur 0 Anlage Europas. Sie gehörte anfangs einem Fabrikant, nach dessen Tod kümmerte sich seither der extra gebildete Eisenbahnverein um die Kostbarkeiten. Toll anzusehen die 30 minütige Vorführschau für das Publikum mit 20 gleichzeitig fahrenden Zügen. Die Steuerung dazu ist uralt funktioniert aber weiterhin über eine kontaktgebende Walze (ähnlich einer Musikspieluhr). Die Mitarbeiter, leider auch im gesetzteren Alter, standen uns Rede und Antwort.
Ebenfalls dazugehörend sind im Gebäudekomplex mehrere Ausstellungen ansässig: Puppen, Lego, Playmobil, Motorräder, Fahrräder, Landmaschinen und original Utensilien der SBB. Leider ist die Schließzeit schon um 16:30h. Das ist zwar für die Reisenden bedauernswert gewesen, jedoch wurde das von einer spitzfindigen Teilnehmerin, ohne, dass es auf dem Ausflugsprogram stand, wieder wett gemacht. 100 Meter neben der Erlebniswelt, war ebenfalls ein Schweizer Highlight angesiedelt – Fabrikverkauf Waffelhersteller KÄGI. Der Verkaufsraum wurde sofort mit den Probierstationen in Beschlag genommen. Zurück an den Autos kamen nur strahlende Gesichter, vollgepackt mit den erstklassigen Waffelkreationen.
Ein toller Ausflug mit Schweizer Spezialzielen ging so zu Ende.